Qualitätssicherung des
Trinkwassers im Gebäude

Neues aus Brüssel

EU plant Risikobewertung der Hausinstallationen

 Forderungen des FORUM Wasserhygiene werden umgesetz!



Im Herbst 2018 hat das Europäische Parlament den Vorschlag zur Neufassung der EU-Trinkwasserrichtlinie weitestgehend angenommen und für weitere Verhandlungen mit dem Rat an den zuständigen Ausschuss verwiesen. Da einige Mitgliedsstaaten – unter ihnen auch Österreich – den Entwurf nicht mittragen wollten, wurde in der Zwischenzeit wurde intensiv weiterverhandelt. Nach inoffiziellen Informationen aus Brüssel ist der Abschluss nun zum Greifen nah.

Der nunmehr vorliegende Vorschlag beruht auf einer Evaluierung der bestehenden Trinkwasserrichtlinie, deren Ergebnisse Ende 2016 veröffentlicht wurden. Er soll helfen, Trinkwasser auf nachhaltige Weise zu bewirtschaften und zur Verringerung der durch Plastikflaschen verursachten Müllberge beitragen, indem das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in Leitungswasser gestärkt wird. Diese Forderung steht im Einklang mit der Agenda 2030 und insbesondere mit dem Unionsziel der nachhaltigen Entwicklung. Der Leitgedanke ist eine ganzheitliche Risikobewertung von der Gewinnung bis zur Entnahmestelle inklusive einer regelmäßigen Kontrolle aller potenziellen Gefahrenstellen und der unverzüglichen Durchführung von erforderlichen Sanierungsmaßnahmen.

Besonders freut es uns, dass der Vorschlag zur neuen EU-Trinkwasserrichtlinie zahlreichen Empfehlungen des FORUM Wasserhygiene folgt, die wir seit Jahren vehement vertreten. Als wichtige Maßnahme werden etwa Schulungen für alle mit der Trinkwasserinstallation befassten Fachleute vorgeschlagen – Schulungen, wie sie das FORUM Wasserhygiene seit 2014 durchführt. Darüber hinaus wird eine Risikobewertung der Hausinstallation in der neuen Trinkwasserrichtlinie verankert sein, um sicherzustellen, dass von den verwendeten Produkten keine Gefahr für das Trinkwasser ausgeht.





Die Trinkwasserrichtlinie muss von allen Mitgliedsstaaten in nationales Recht übergeführt werden. In Österreich erfolgt diese Umsetzung durch die Österreichische Trinkwasserverordnung.