Eine Initiative zur Verbesserung der
Trinkwasserinstallationen in Gebäuden

Expertenmeinungen

Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich

"Der Leitspruch der ecoplus Cluster Niederösterreich „Innovation durch Kooperationen“ zeigt sich in Kooperationsprojekten wie diesem: Durch den Austausch langjähriger Erfahrungen der Kooperationspartner werden neue Technologie- und Forschungsschwerpunkte sowie Dienstleistungen erkannt, die am Markt benötigt werden und den Betrieben neue Marktpotentiale eröffnen. Ein Kooperationsnetzwerk zwischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen wird langfristig aufgebaut. Synergien zwischen den Unternehmen untereinander einerseits und wissenschaftlichen Partnern andererseits werden in dem Netzwerk „FORUM Wasserhygiene“ hergestellt und dadurch wird es zu einer weiteren Vernetzung der besten Köpfe aus Wissenschaft und Wirtschaft kommen, das wir begleiten und unterstützen."

BOKU - Universität für Bodenkultur Wien

„Das Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG) an der Universität für Bodenkultur steht für die nachhaltige Sicherung der Lebensgrundlagen künftiger Generationen. Wasser spielt dabei eine wichtige Rolle, es gehört zur Daseinsvorsorge, sein Schutz stellt daher unser vordringliches Ziel dar. Das FORUM Wasserhygiene sehen wir als geeignete Initiative, um interessante Erkenntnisse hinsichtlich Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen zu gewinnen, Synergien mit Interessenspartnern herzustellen und innovative Ideen und Entwicklungen von Universitäten und Forschungszentren schnell zu Unternehmen zu bringen."

DI Gabriele Ettenberger, OFI Technologie & Innovation GmbH, Abteilung Hygiene und Biokompatibilität

"Ob Rohr, Schlauch, Behälter, Dichtung oder Beschichtung – Materialien und Produkte, die in Kontakt mit Trinkwasser treten, bedürfen einer speziellen Zulassung. Das OFI führt Prüfungen durch, die für die Trinkwasserzulassung von diesen Werkstoffen und Produkten notwendig sind. Viele andere Gegenstände unseres täglichen Lebens müssen regelmäßig inspiziert, gewartet und geprüft werden, um so den bestmöglichen Gesundheitsschutz für Menschen und eine möglichst lange Produktlebensdauer zu gewährleisten.

Dieses Selbstverständnis ist bei Trinkwasser-Installationen oft leider nicht vorhanden. Deshalb sehen wir das FORUM Wasserhygiene als geeignete Initiative, um Synergien herzustellen und innovative Ideen von Universitäten und Forschungszentren schnell zu Unternehmen zu bringen. Damit kann das Potential für weitere Forschungsarbeiten sowie Kooperationsprojekte für Wirtschaft, Forschung und Entwicklung entwickelt werden."

Dr.med. Milo Halabi, Facharzt für klinische Pathologie und Molekularpathologie

„Nur durch die strikte Einhaltung grundsätzlicher wasserhygienischer Regeln und das Zusammenspiel der einzelnen Beteiligten von der Planung bis zum Betrieb können Wassersysteme dauerhaft gut funktionierend betrieben werden."

Mag. Martin Jung, Health & Environment, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

„Eine gesicherte Trinkwasserversorgung erfordert einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Das AIT Austrian Institute of Technology befasst sich mit Fragen der chemischen und mikrobiologischen Wasserqualität vom Einzugsgebiet bis zum Wasserhahn und entwickelt entsprechende konsumentenorientierte Trinkwassertests und Tools.

Bei unseren Forschungen stellen wir immer wieder problematische Verunreinigungen fest, deren Ursache oftmals in der Hausinstallation zu finden ist. Daher sehen wir das FORUM Wasserhygiene als geeignete Initiative, um  mit verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Behörden und Forschung innovative Lösungen zu den oben angesprochenen Fragestellungen zu entwickeln und gemeinsam mit österreichischen Unternehmen zur Marktreife zu bringen."

"Als medizinischer Sachverständiger für Planung und Betrieb von Neu-, Zu- und Umbauten in Kranken-anstalten und Pflegeheimen habe ich großes Interesse  daran, das FORUM Wasserhygiene zu unterstützen.

Durch die interdisziplinäre Besetzung dieses Forums und den kontinuierlichen Wissenstransfer erhoffe ich mir als Vertreter der Abteilung Gesundheitswesen neue Erkenntnisse und interessante Ansatzpunkte auch hinsichtlich unseren Aufgaben in der epidemiologischen Abklärung von wasserassoziierten Infektionserkrankungen."

Ing. Helmut Richter, Staatliche Versuchsanstalt TGM, Fachbereich Kunststoff- und Umwelttechnik

„Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Österreich ist in der glücklichen Lage, sich mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser direkt aus der Wasserleitung versorgen zu können. Aber Trinkwasser ist wie jedes andere Lebensmittel verderblich. Umso wichtiger ist die richtige Planung, Ausführung, Betrieb und Nutzung einer Trinkwasserinstallation.

Trinkwasserinstallationen sind über Jahrzehnte in Verwendung. Es ist daher wichtig, dass alle Teile der Installationen den hygienischen Standards entsprechen. Der Schutz unseres Trinkwassers am Weg zum und im Zapfhahn muss oberste Priorität haben. Daher sollten nur Produkte zum Einsatz kommen, die entsprechend den einschlägigen Vorschriften z.B. an der Staatlichen Versuchsanstalt TGM geprüft und überwacht werden. Aber auch der richtige Umgang mit Trinkwasser und Warmwasser muss dem Nutzer vermittelt werden. Das FORUM Wasserhygiene als interdisziplinäres Netzwerk bietet die Möglichkeit einer Sensibilisierung aller Beteiligten bezüglich dieser Thematik auf allen Ebenen der Trinkwasserinstallation.“

Dr. Ulrike Schauer, Abteilung Umwelthygiene, Amt der NÖ Landesregierung

"Aus hygienischer Sicht sind oft gerade die letzten Meter in der Versorgung mit Trink- und Warmwasser in Gebäuden besonders gefährdet. Deshalb begrüßen wir es sehr, wenn für diesen Bereich fachliche Informa-tionen und innovative Lösungen angeboten werden."

Mag. rer. soc. oec. Sabine Siegl, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften

"Wasserqualität ist ein zentrales Thema für die Gesundheit des Menschen und seiner Umwelt, in Österreich sind wir uns der Problematik aufgrund unsererreichlich vorhandenen Ressource Wasser oft nicht so bewusst. Umweltthemen – und insbesondere solche betreffend Wasser haben mich schon immer begleitet und interessiert – im Rahmen meiner Tätigkeit an der Donau-Universität Krems und der neu gegründeten Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften beschäftige ich mich mit kaufmännischen Themen, die als Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Forschung und Lehre nötig sind. „Wasser und Gesundheit“ ist ein zentrales, strategisches Thema für uns, in dem wir Gestaltungsbedarf für die Zukunft sehen.

Österreich als wasserreiches Land bezieht sein Trinkwasser vorwiegend aus Grundwasserressourcen und Quellen. Durch verschiedenste Umwelteinflüsse ist es dennoch nicht selbstverständlich, dass im Gebäude die Wasserqualität gleichbleibend gut erhalten werden kann. Im Sinne der Zukunftsgestaltung und Bewusstseinsförderung sehe ich das FORUM Wasserhygiene als eine geeignete Initiative, um interessante Erkenntnisse hinsichtlich Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen zu gewinnen, Synergien herzustellen und innovative Ideen von Universitäten und Forschungszentren schnell zu Unternehmen zu bringen. Damit kann das Potential für weitere Erkenntnisse aus Forschungsarbeiten sowie Kooperationsprojekte für Wirtschaft, Forschung und Entwicklung entwickelt werden."

DI Norbert Steiner, Alpenland Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft

"Die zunehmenden Qualitätsanforderungen an den geförderten Wohnungsbau machen es notwendig, alle Bemühungen zu unterstützen, sauberes Trinkwasser bis hin zur letzten Entnahmestelle zu gewährleisten. Besonders für ältere Mitbürger ist es wichtig, die Trinkwasserversorgung so einfach und komfortabel wie möglich zu machen. Das FORUM Wasserhygiene bietet hierzu ganzheitliche, praktikable Lösungsansätze. Deswegen unterstützen wir diese Initiative gerne."

Univ.-Doz. Mag. Dr. Manfred Tacker, FH Campus Wien, Studiengangsleiter Verpackungstechnologie, Nachhaltiges Ressourcenmanagement

"Für die Fachhochschule Campus Wien als größte akkreditierte Fachhochschule Österreichs ist Interdisziplinarität in der angewandten Forschung Voraussetzung, um kreative und nachhaltige Lösungen entwickeln zu können.

Die Sicherstellung einer einwandfreien Trinkwasserqualität erfordert das Zusammenwirken verschiedenster Fachrichtungen, von der Biologie bis zum Bauwesen. Wir sehen das FORUM Wasserhygiene als eine hervorragende Initiative an, um Synergien zwischen Unternehmen und Hochschulen zu heben und Kooperationsprojekte zwischen Wirtschaft und Forschung zu initiieren."

Dipl.-Päd. Ing. Harald Wagner, Direktor der Berufsschule Linz 8 für Installations- u. Gebäudetechnik, Allg. beeid. u. gerichtl. zert. Sachverständiger, Gf. Präsident des Verbandes der Heizungs-Klima-Sanitärtechniker Oö.

„Als Schulleiter sehe ich als Mitglied im Netzwerk FORUM Wasserhygiene eine große Chance für den Wissenstransfer an unsere Berufsgruppe, welche an vorderster Stelle mit der Errichtung, Instandhaltung und Sanierung von Wasserleitungsanlagen technisch und handwerklich befasst ist. So können wir als Berufsschule auch Multiplikator für neues Wissen und Erkenntnisse sein und in der Umsetzung von Problemlösungen aktiv und nachhaltig beitragen.

In meiner Tätigkeit als Sachverständiger begleiten mich Leitungswasserschäden und Hygieneprobleme in Leitungsanlagen seit 20 Jahren, die Folgekosten der Leitungswasserschäden sind für Gebäudeversicherungen enorm. Auch hier gilt es volkswirtschaftlichen Schaden zu minimieren, das FORUM Wasserhygiene kann hier einen wertvollen Beitrag leisten.“